Zwangsumlage für die neuen -Smart Meter- Stromzähler kommt

Auf die Stromkunden kommt, laut Bundesverband Verbraucherzentrale, durch die neuen Pläne von CDU/CSU und SPD zur Offshore-Windenergie, neue Kosten zu. Es wird von einem jährlichen Betrag von bis zu 4,5 Milliarden Euro, bis zum Jahr 2020 gesprochen.
Um die Stromkosten besser“im Griff“ zu haben, haben sich in den Koalitionsverhandlungen, laut Informationen des „Spiegel“, CDU/CSU und SPD auf den Einbau von “Smart Metern” geeinigt. Stromverbraucher müssen in der Folge im Jahr 2014 mit dem Einbau „intelligenter“ Stromzähler rechnen. Da erwartet wird dass sich die Strompreise rasch erhöhen, soll der Einbau der neuen Stromzähler beschleunigt werden. Für die Verbreitung der modernen Stromzähler soll eine Zwangsumlage erhoben werden. Laut Wirtschaftsministeriums sollen, um die Kosten zu decken, bis zum Jahr 2022, etwa 10 Milliarden Euro aufgebracht werden. Verbraucherschützer kritisieren die Pläne stark. In einer Stellungnahme der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, wird kein Vorteil für die Betroffenen gesehen.

Schon der Name Smart Meter ist für Viele ein rotes Tuch. Das Ergebnis eines Gutachtens, das die Firma Ernst & Young, im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums durchgeführt hat, bezweifelt den Wert des SmartMeters. Die Stromkunden würden unnötig mit einer Zwangsabgabe belastet.  Das in der Werbung oft verwendete Wort  smart steht generell für schlau oder intelligent. Im Zusammenhang von SmartMeter wird der Begriff als unsinnig angesehen. Denn schlau und vorteilhaft seien die kleinen Steuerelemente demnach nicht.

Was sind SmartMeter?

Experten beobachten, dass rund um die Erneuerbare Energie (EE) eine zukunftsträchtige und vielversprechende Branche entsteht. Da SmartMeter vielseitig eingesetzt werden können und ihre Arbeit die Kommunikation zwischen Anbieter und Verbraucher, laut Hersteller, erleichtern, werden sie als intelligente Zähler der Zukunft bezeichnet. Sie sollen eine entscheidende Rolle beim Aufbau der intelligenten Netze spielen, denn besonders für die Ladeinfrastruktur für Elektroautos, werden neue intelligente Netze und ein intelligentes Verteierlsystem benötigt .

Herkömmliche Stromzähler zeigen in einem kleinen Fensterchen den aktuellen Stromverbrauch in Zahlen an. Anhand des Zählerstandes kann der Stromverbrauch in einem bestimmten Zeitabstand überprüft und nachgewiesen werden.

Smart Meter zeigen den Stromverbrauch digital, auf auf einem Display an. Es stehen unterschiedliche Geräte, zur Überprüfung zur Verfügung.  Auf diesen ist die aktuelle Kurve des Stromverbrauchs, alternativ auch die über den Gas- oder Wasserverbrauch oder die Heizenergie, zu sehen. Bei Bedarf können die Daten direkt vom Gerät an den Stromanbieter übermittelt werden.

Welchen Nutzen haben SmartMeter?

Die intelligenten Stromzähler sollen dabei helfen, den Verbrauch von Strom zu steuern und die Kosten der Verbraucher zu senken: Sie sind so konstruiert, dass sie dann Strom aus dem Netz ziehen, wenn dieser besonders preisgünstig ist. Den meisten Verbrauchern ist es zum Beispiel egal, wann sie ihre Wäsche waschen. Die Hauptsache scheint es zu sein, dass sie dabei Kosten sparen. Das SmartMeter kann feststellen, wann wenig Strom abgerufen wird. Da der Strom dann preisgünstig ist, ist es in der Lage, den Strom, zum Beispiel für die Waschmaschine frei zu geben.

Wie soll die Einführung der “Smart Meter” erfolgen?

Dem Bundeswirtschaftsministerium wurde ein Konzept zur Einführung des SmartMeter  vorgelegt. Demnach soll jeder Haushalt jährlich acht Euro für den neuen Zähler zahlen, selbst dann, wenn noch kein neuer Zähler installiert wurde. Wer sein Haus modernisiert oder ein Haus neu baut, muss, beim Einbau des „Smart Meter“ mit jährlichen Kosten von etwa 70 Euro, oder mehr, rechnen. Selbst die etwa zwei Millionen Haus- oder Wohnungsbesitzer in Deutschland, die eine Solaranlage, eine Wärmepumpe oder über ein kleines Blockheizkraftwerk verfügen, sind von dieser Zwangsabgabe nicht ausgeschlossen.

Momentan mehr Kritiker als Befürworter für das SmartMeter

Kritiker wundern sich nicht darüber, dass diese Geräte bislang in den Regalen der Einzelhändler liegen bleiben.

Die Idee dass Stromkunden, wenn sie ihren Verbrauch direkt vor Augen haben, ihren Verbrauch besser steuern, wird von allen Seiten positiv bewertet. Es wird angemerkt, dass in Deutschland die Strompreise momentan nicht so stark variieren, dass es eine Notwendigkeit gibt seinen Nachbarn mit nächtlichem Gerumpel der Waschmaschine auf die Nerven zu gehen. Es wird betont, dass seit 2012 alle Stromanbieter last-und zeitabhängige Tarife anbieten müssen. Darum sei ein weiteres Gerät überflüssig. Datenschützer befürchten, dass Firmen, die die SmartMeter einbauen und warten, die Verbraucher ausspionieren können. Mit einem Mindestmaß an Daten könnten sogar Laien zum Beispiel ermitteln, wie viele Menschen sich in einem Gebäude oder einer Wohnung befinden.

Für das Gutachten von Ernst & Young, wurde untersucht, wie viel Strom mithilfe der SmartMeter eingespart werden kann und wie teuer der Einbau der SmartMeter sein wird. Dazu müssen Grunddaten erhoben werden. Von Kritikern werden schon diese angezweifelt. Denn die Wirtschaftsprüfer legten das sogenannte EU-Szenario zugrunde. Dieses geht davon aus, dass bis 2020 mindestens 80 Prozent der Haushalte einen SmartMeter  installierten. Im Gutachten wird nachgewiesen, dass diese Anforderung für Deutschland nicht umsetzbar oder wirtschaftlich ist. Es wird angemerkt, dass die 80-Prozent-Vorgabe für die meisten Verbraucher eine kostenmäßig zu hohe Belastung ist. Tatsächlich bringen sie nur den Herstellern der Geräte und Großverbrauchern Vorteile. Private Haushalte, mit einem Verbrauch von bis zu 6.000 Kilowattstunden, könnten durch den Smart Meter etwa ein bis zwei Prozent ihrer Stromkosten sparen. Das wären etwa 40 Euro im Jahr. Dem gegenüber steht die Zwangsabgabe von etwa 70 Euro.  Nicht berücksichtigt wird, dass 6.000 Kilowattstunden nur von Haushalten mit vier und mehr Personen, erreicht wird. Demnach würden die Mehrzahl der Deutschen weniger sparen.

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