Neue Aspekte des Klimawandels bestimmen die Zukunft

Klimawandel ist für viele Menschen ein Reizwort und wird oft mit Naturkatastrophen und Steuererhöhungen gleichgesetzt. Kritiker bezweifeln, dass erhöhte Aufkommen von Erdbeben, Dürre, Überschwemmungen, Taifunen oder Tsunami etwas mit dem weltweit durchschnittlich gestiegenen Temperaturen zu tun haben. Es sind die Wissenschaftler die vehement Daten sammeln, diese auswerten und dann dazu anregen, gemeinsam, eine neue Denkrichtung und neue Ziele anstreben.
In der Bevölkerung löst die Nachricht von einer Substanz, die eine höhere schädliche Wirkung als CO2 haben soll, Schrecken aus.

Beim UN-Klimagipfel in Warschau wurden die immer unkontrollierbaren Auswirkungen der Klimaveränderungen beleuchtet. Auch beim Dahrendorf Symposium, 2013, befassten sich Wissenschaftler, Politiker und Fachleute, mit den entwicklungspolitischen, ökonomischen, sozialen und rechtlichen Aspekten des Klimawandels. Fünf Arbeitsgruppen erarbeiteten Vorschläge, die weltweit helfen sollen,  Umweltprobleme gemeinschaftlich zu lösen.

Die europäischen Vorschläge beim Dahrendorf Symposium 2013 zum Klimawandel

  • Europa muss bei den Klimaverhandlungen einstimmig sprechen
  • In der Zukunft darf es nur eine gemeinsame Vision für den europäischen Energiesektor geben
  • Eine internationale Klimagerechtigkeit muss ins Zentrum rücken
  • Das europäische Emissionshandelssystem muss reformiert und neue Ziele für die Zeit nach 2020 gesetzt werden
  • Es soll Südeuropas sein, das bei der Bekämpfung des Klimawandels eine Schlüsselrolle einnimmt

Forscher entdecken ein bisher unbekanntes Treibhausgas

Viele Verbraucher winken beim Wort Klimaschutz ab und denken, dass sie so ziemlich alles über die Entstehung von Treibhausgasen und seine Gefährlichkeit wissen. Manche zweifeln auch an, dass die deutlich nachweisbare Erderwärmung irgendetwas mit einem veränderten CO2 Aufkommen in der Atmosphäre zu tun hat. Laien können, in der Regel, nur unzureichend ergründen, welchem der Fachleute sie zustimmen sollen. Darum ist es klug, sich „auf dem neuesten Stand“ zu halten. Auf der Homepage der Fachzeitschrift “Geophysical Research Letters”, teilen kanadische Wissenschaftler, Ende 2013 mit, dass sie das bislang unbekannte Treibhausgas Perfluorotributylamin (PFTBA) entdeckten.

Wie kam PFTBA in die Luft?

Bei Testläufen elektrischer Geräte und als wärmeleitende Substanz, wird PFTBA seit Mitte des 20. Jahrhunderts eingesetzt. Interessant ist, dass seine offenbar klimaschädliche Wirkung Forschern erst im Jahr 2013 auffiel. Naturschützer und interessierte Verbraucher fragen sich, was Wissenschaftler, Politiker und andere Fachleute zu tun gedenken.

Warum ist das neu entdeckte Treibhausgas gefährlich?

Die Auswirkungen von CO2 sind inzwischen ausreichend bekannt. Das von Menschenhand geschaffene PFTBA ist, nach einer Mitteilung des Forscherteams der Universität von Toronto, schon lange in der Luft vorhanden. Es soll, so die an dem Projekt beteiligte Wissenschaftlerin Cora Young, eine 7100-fache klimaschädlichere Wirkung als Kohlenstoffdioxid haben. Gleichzeitig wird ihm eine Lebenszeit von mehreren Jahrhunderten vorausgesagt. PFTBA kann mit bekannten Mitteln nicht abgebaut oder aus der unteren Luftschicht entfernt werden.

Wie könnte die Welt in 100 Jahren aussehen- wenn nichts gegen den Klimawandel unternommen wird?

Wissenschaftler erwarten, wenn keine Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden, bis zum Ende des Jahrhunderts eine Erwärmung der Erde um bis zu vier Grad. Da durch Wärme mehr Wasser in den Wolken gebunden wird, gibt es mehr und stärkeren Regen. Die Folgen: Der Wasserstand vieler Gewässer steigt an und ganze Inselstaaten und Städte in der Nähe von Küsten, verschwinden, bei Überschwemmungen, in den Fluten.

Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf erklärt, in einem Interview mit t-online.de, dass viele Menschen ihre diesbezügliche Zukunft nicht so genau wissen wollen. Er vermutet, dass die Erde sich ohne einen Klimaschutz, bis zum Ende des Jahrhunderts, gravierend verändert.

Bisher erhöhte sich das Klima, nur um 0,8 Grad. Schon jetzt gibt es extreme Hitzewellen, die im Jahr 2003 etwa weltweit 70.000 Todesopfer forderten. Im Jahr 2010 hat der Rekordsommer in Russland dazu geführt, dass Getreideexporte verboten wurden. Entwicklungsländer sind von Dürren besonders stark betroffen. Sie haben keine finanziellen Mittel, um sich auf dem Weltmarkt Nahrungsmittel einzukaufen.

Auch extremen Buschfeuer in Kalifornien, Australien und im Mittelmeerraum werden in der Zukunft immer öfter außer Kontrolle geraten.

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