Erneuerbare Energie – Eine unerschöpfliche Kraftquelle

Um ein komfortables Leben, mit einer weltweiten Kommunikation und einem intakten Handelssystem führen zu können, benötigen Menschen Energie. Diese wurde bisher überwiegend aus den fossilen Rohstoffen, Kohle, Torf, Erdgas und Erdöl, gewonnen. Nach der Erkenntnis des Weltklimarates ist ihr Gebrauch nicht unbedenklich.

Die Nutzung fossiler Brennstoffe wird als wichtige Ursache der globalen Klimaerwärmung welche, unter anderem, zu einem rasanten Anstieg des Meeresspiegels führt, angesehen. Zusätzlich, so mahnen Fachleute, ist rechnerisch abzusehen, wann fossile Rohstoffe verbraucht sind, denn einmal abgebaut, ergänzen sie sich so schnell nicht wieder. Wer auf Kernenergie als Kraftquelle hinweist, berücksichtigt nicht, dass ihr Gebrauch ein hohes Gefahrenpotential aufweist und aus diesem Grund, nicht empfehlenswert ist. Im ergänzenden Artikel: Deutschland – Alpha und Omega der Atomkraft, können mehr Informationen zur Entwicklung der Atomkraft in Deutschland abgerufen werden.

Die einzige bekannte unerschöpfliche Energiequelle ist, laut heutigem Erkenntnisstand, die Energie aus regenerativen Rohstoffen. Diese Erneuerbare Energie (EE) wird aus Sonne- Wasser- und Wind, in Gezeitenkraftwerken, aus Erdwärme und nachwachsenden Rohstoffen, wie Raps, Soja, Ölpalmen, Zuckerrohr, Mais, Getreide, Gras und Rüben, gewonnen. Aber auch biologisch abbaubarem Grünabfall aus Landwirtschaft, Forst, Industrie und Privathaushalte, kann zur Gewinnung von Wärme und Energie beitragen.

Welche alternativen Kraftquellen gibt es?

Unter dem Begriff Erneuerbare Energie (EE) sind regenerative Energieträger zusammengefasst, die sich ständig natürlich erneuern oder ständig nachwachsen.

  • Es ist die Sonne, die kostenlos Solarenergie liefert
  • Der Wind, der durch lokale Wärmeunterschiede in den Luftschichten entsteht und mittels Windkraftanlagen, in Windenergie gewandelt wird
  • Das Wasser, welches in Turbinen fließt und Generatoren antreibt
  • Nachwachsende Rohstoffe, spezielle Energiepflanzen und Bioabfälle aus dem Forst, Nebenprodukte der Landwirtschaft, organische Rückstände bei industriellen- oder hauswirtschaftlichen Prozessen, bilden eine Biomasse. Aus dieser können pflanzliche Kraftstoffe und Öle, Festbrennstoffe gewonnen werden
  • Auch Biogas, das bei der Vergährung von organischem Müll entsteht, zum Beispiel bei der industriellen Nutzung von Hausmüll und Kompost gehört, wenn auch umstritten, zur EE. Es ist klimaneutral, weil bei der Verbrennung nur soviel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie die Pflanzen zuvor aus der Luft aufgenommen haben
  • Auch Holz zählt, wenn es verbrannt wird, zu den Energielieferanten. Sein Nachteil: Es hat nur ein Fünftel des Energiegehaltes von Heizöl und die Schadstoffemissionen sind größer als die anderer fossiler Brennstoffe. Neuartige Vergaser, die zum Beispiel eine Wirbelschichtfeuerung haben, gleichen diese Defizite aus
  • Erdwärme, wird vielerorts zur Wärmegewinnung und Stromversorgung genutzt. Umstritten bei der Geothermie ist die Tiefenbohrung. Am Beispiel von Oberstaufen, dass auf einem gipshaltigen Untergrund steht, ist ersichtlich, dass Tiefenbohrungen nicht unbedenklich sind. Dort quoll, durch das einströmende Wasser der Boden auf und hob sich um mehrere Zentimeter auf. Es werden grundlegende Forschungen zur Vermeidung dieser Probleme betrieben. Es zeigt sich wie wichtig es ist, dass die Errichtung von Geothermie Kraftwerken von internationalen Experten begleitet wird. Dadurch werden Risiken weitestgehend ausgeschlossen
  • Auch die Installation von Wärmepumpen, die Heizenergie aus dem Boden, der Luft oder dem Wasser beziehen, zählen zu den EE. In einen Rohrkreislauf der Anlage wird, mittels Strom, eine zirkulierende Flüssigkeit gepumpt. Diese wird komprimiert und erhitzt und die so entstehende Energie wird, mittels Wärmeaustauscher, auf Heizwasser übertragen

Die Gewinnung und Nutzung Erneuerbarer Energie wird vom Staat unterstützt

Der Vorteil der Energieerzeugung mittels EE ist, dass sie ein hohes Energiepotential hat, ständig oder zumindest nachwachsend, zur Verfügung steht und ihre Gewinnung nachhaltig ist.

Laut Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) und dem Statistischen Bundesamt kann, mit der Steigerung der Nutzung von Erneuerbaren Energie in Deutschland die Abhängigkeit von Energieimporten verringert, die Versorgungssicherheit der Gebrauch technischer Innovationen erhöht und damit ein Effizienzgewinn erzielt werden.

Trotzdem die Einführung der EE von der Bundesregierung begrüßt wird, waren die Bundesbürger zum Beispiel bei der Einführung des Biokraftstoffeses E10 nur ungenügend aufgeklärt. Sie hinterfragten: Biosprit E10 – welches Auto verträgt ihn und warum ist er teurer?

In der Studie: Nachhaltige Entwicklung in Deutschland, Indikatorenbericht 2012, die ab Seite 12 auf den Ausbau einer zukunftsfähigen Energiegewinnung eingeht, wird betont, dass das Ziel der Bundesregierung ist, die Gewinnung von Energie von Strom aus erneuerbaren Energieträgern, die Nachhaltigkeitsstrategie und den Ausbau der Gewinnung Erneuerbarer Energie, voranzutreiben.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, (BMELV/BMU), Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)